Dynamische Differenz-Thermoanalyse (DSC) nach DIN EN ISO 11357-1

Norm: DIN EN ISO 11357-1:2017-02 Kategorie Tags , , , ,

Mittels DSC (dynamische Differenz-Thermoanalyse) wird das Verhalten des Kunststoffsystems, von Kunststoffen oder Faserverbundstoffen, bei thermischer Beanspruchung untersucht.
Nach normkonformen Verfahren (DIN EN ISO 11357) wird die Probe einem Temperaturprogramm unterworfen, wobei sie mit einer definierten Geschwindigkeit einen definierten Temperaturbereich durchfährt (z.B. -40°C bis 350 °C mit 10 K/min). Dabei wird der Wärmeaustausch zwischen Probe und Umgebung gemessen und mit einer bekannten Referenz verglichen. Auf diese Weise sind nicht nur charakteristische Temperaturen des Materials, die mit Vorgängen wie Glasübergang, Schmelzen, Zersetzung oder chemischen Reaktionen (z.B. Aushärtung) im Zusammenhang stehen, messbar. Auch können die mit diesen Prozessen verbundenen Enthalpien ermittelt werden. Bei entsprechender Wahl des Temperaturprogramms sind außerdem wertvolle Aussagen über die Verarbeitungsbedingungen und thermische Vorbelastung des Kunststoffsystems möglich.
Erkenntnisse aus DSC-Untersuchungen können durch Thermogravimetrie (TGA) und Pyrolyse-GC/MS erweitert und durch IR-Analyse (schwingungsspektroskopische Untersuchung) ergänzt werden.

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