Die Messung des Glanzgrads von hochglänzenden, metallischen Proben ist aufgrund von Mehrfachbrechungen an der Probenoberfläche nicht einfach. Im Folgenden wurde ein Ringversuch zur Glanz- und Farbmessung an verchromten Zierteilen aus einem Oberklasse Automobil durchgeführt. Dabei nahmen drei Hersteller von Farb- und Glanzmessgeräten teil. Die Resultate der drei Hersteller unterscheiden sich im Glanzgrad G der hochglanzpolierten Proben teilweise signifikant. Die Ergebnisse der einzelnen
angewendeten Messverfahren weichen um bis zu 300 % voneinander ab.
Bei der Angabe der Helligkeit der Proben liefern zwei Hersteller vergleichbare Resultate, bei der Angabe der Farbe zeigt sich kein einheitliches Schema. Farb- und Glanzmessungen mit unterschiedlichen Geräten und gleicher oder ungleicher Messgeometrie können nicht reproduzierbar und auch nur bedingt
wiederholbar durchgeführt werden.Vergleiche von Messwerten können nur bei Einsatz des identischen Messgerätes undan der identischen Messstelle durchgeführtwerden. Für eine qualitativ sinnvolle
Überprüfung der Farb- und Glanzwerte sollte immer ein Farbmuster oder Urmuster vorliegen. Dies kann mit dem Probestück in einer Farbmusterkabine bei standardisiertem Licht visuell verglichen werden. Im Farbtonmanagement zähltletztlich der visuelle Eindruck. Instrumentelle Farb- und Glanzmessungen unterstützen Entwickler, um Farben gezielt einstellen zu können. Für ein zufriedenstellendes Ergebnis beim Kunden sind folgende Punkte im Vorfeld abzusprechen: 1. Messgeometrie, 2. Messstelle, 3. Urmuster, 4. visuelle Beurteilung.

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